Erkrankungen des Ellenbogengelenkes

Oberarmknochen, Elle und Speiche bilden die knöchernen Anteile des Ellenbogengelenkes.

Die Epicondylitis humeri radialis (der „Tennis­ellen­bogen“) oder ulnaris (der „Golfer­ellen­bogen“) sind Über­lastungs­schäden von Sehnenansätze der Unter­arm­muskulatur im Bereich des Ellenbogen­gelenkes, welche z.B. durch berufliche oder sportliche Überbelastung hervorgerufen werden. Diese Erkrankungen stellen im Alltag häufig eine große Beeinträchtigung dar. Wird die Behandlung rechtzeitig begonnen und konsequent durchgeführt, ist in den meisten Fällen eine konservative, nicht-operative Therapie erfolgreich.

Bei chronischem Verlauf ist eine operative Behandlung möglich; über einen kleinen Hautschnitt wird der betroffene Sehnenansatz aufgesucht und entlastet. Dieser Eingriff kann ambulant durchgeführt werden.

Das Ulnaris-Rinnen-Syndrom bezeichnet eine Einengung des Nervus ulnaris im Bereich des Ellenbogengelenkes. Die Erkrankung ist mit Gefühlsstörungen und Kribbel­parästhesien („wie Ameisenlaufen“) im Bereich des Unterarmes und des 4. und 5. Fingers verbunden.

Falls eine konservative Therapie kein befriedigendes Ergebnis erbringt, ist eine operative Behandlung in den meisten Fällen die Lösung. Im Rahmen einer ambulanten Operation wird der Nerv aufgesucht und von den ihn einengenden Strukturen befreit.

Schleimbeutelentzündungen treten am Ellenbogen insbesondere im hinteren (dorsalen) Bereich auf. Der Ellenhaken (das Olecranon) als hervorstehender Knochen­punkt wird natürlicherweise von einem Schleimbeutel geschützt. Kommt es in diesem Bereich zu einem Eintritt von Bakterien – z.B. durch eine Verletzung – kann sich hier eine Schleimbeutelentzündung entwickeln, die sich im schlimmsten Fall zu einer einschmelzenden Entzündung auswachsen kann. Über die zu empfehlende Behandlung wird ihr behandelnder Arzt mit Ihnen gemeinsam im Einzelfall entscheiden.

Arthrosen (Gelenkverschleiß) treten auch im Bereich des Ellenbogengelenkes auf. Eine häufige Ursache hierfür sind in nicht anatomischer Stellung verheilte Knochenbrüche.

Knorpel-Knochen-Läsionen wie z.B. eine Osteochondrosis dissecans können ebenfalls für Ellenbogengelenk-Beschwerden ursächlich sein.

Sollte im Rahmen eines Sturzes eine Bandverletzung mit nachfolgender Instabilität des Ellenbogens auftreten, ist eine Rekonstruktion des Bandapparates nach entsprechender Diagnostik durch unsere Fachärzte möglich.

Gleiches gilt für einen Abriss der Bizepssehne im Bereich des Unterarmes, hier ist eine operative Rekonstruktion häufig die einzige Möglichkeit um die Funktion des Unterarmes zu erhalten.

Erkrankungen des Handgelenkes
und der Hand

Elle und Speiche, die Handwurzelknochen, die Knochen der Mittelhand und die Langfinger bilden das knöcherne Gerüst des Unterarmes, des Handgelenkes und der Hand.

Muskeln, Sehnen, Bandstrukturen, Faszien und Nerven sind für die komplexe und störungsfreie Funktion der Hand von entscheidender Bedeutung.

Verletzungen, Überlastungsschäden, Engpass-Syndrome von Nerven und Sehnen sowie degenerative Ver­ände­rungen können in allen genannten Bereichen auftreten.

Gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt werden die geschilderten Beschwerden, das Beschreiben des Unfallhergangs, ggf. familiäre Belastungen analysiert. Nach körperlicher Untersuchung, bildgebender Diagnostik (Röntgen, ggf. Computertomografie / CT oder Magnetresonanztomografie / MRT) werden die Behandlungsmöglichkeiten erörtert. In einigen Fällen ist die Stellungnahme eines weiteren Facharztes (z.B. für Neurologie, innere Medizin u.a.) erforderlich um die Diagnose zu sichern.

In der täglichen Praxis sind die häufigsten Erkrankungen im Bereich des Handgelenkes und der Hand:

  • Sehnenscheidenentzündungen
  • Nerven-Engpass-Syndrome (Karpaltunnelsyndrom)
  • Schnellende Finger
  • Arthrose des Daumensattelgelenkes (Rhizarthrose)
  • Arthrosen der Fingergelenke
  • Arthrosen des Handgelenkes
  • Verhärtungen und Verkürzungen der Hohlhandaponeurose (Dupuytren´sche Kontraktur)
  • Ganglien
Behandlung

Nach gesicherter Diagnose wird mit dem betroffenen Patienten gemeinsam ein Behandlungskonzept entwickelt. Hierbei kommen alle Möglichkeiten der konservativen und operativen Behandlungen zum Einsatz.

Sollte trotz konservativer Therapie keine befriedigende Beschwerdelinderung erzielt werden, führen wir auch die erforderlichen operativen Maßnahmen durch. Die meisten Operationen können ambulant durchgeführt werden, wenn der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten dieses zulässt.

Falls gesundheitliche Gründe gegen eine ambulante Operation sprechen oder das Ausmaß des Eingriffs zu umfangreich erscheint, wird eine stationäre Behandlung erforderlich. Der stationäre Aufenthalt erfolgt in dem uns angeschlossenen Krankenhaus Neu-Mariahilf – hier ist die vor- und nachoperative Versorgung schon seit 20 Jahren gesichert.

Die äußerst enge Anbindung an die Praxis, die Durch­führung der Operation, die tägliche Visiten und die Nachkontrollen ausschließlich durch Ihren behandelnden Spezialisten garantieren über den gesamten Verlauf eine Behandlung auf Facharzt-Niveau die in Südniedersachsen (wenn nicht gar weltweit) ihresgleichen sucht.